Tortour

Die TORTOUR ist mehr als ein Radrennen – sie steht für Ausdauer, mentale Stärke und Vertrauen in den eigenen Weg. Warum ich diese Herausforderung annehme, erzähle ich in diesem Beitrag.

1000 Kilometer. Warum ich die TORTOUR fahre.

Wenn mich jemand fragt, warum ich freiwillig 1000 Kilometer mit dem Rennvelo durch die Schweiz fahre, fällt mir die Antwort nicht in einem Satz ein. Es geht nicht darum, Rekorde aufzustellen oder andere zu beeindrucken. Es geht darum, herauszufinden, was möglich ist, wenn man sich über Monate hinweg mit Geduld, Disziplin und Freude auf ein grosses Ziel vorbereitet.

Als Geschäftsführerin des eurofit begleite ich täglich Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Fitness und Lebensqualität. Wir motivieren unsere Mitglieder, ihre persönlichen Ziele zu verfolgen – unabhängig davon, ob sie ihre ersten Schritte zurück in einen aktiven Alltag machen oder sportliche Höchstleistungen anstreben. Dabei sage ich oft, dass Fortschritt nicht von heute auf morgen entsteht. Er entsteht durch viele kleine Schritte, die man konsequent geht. Genau das durfte ich in den vergangenen Monaten selbst erleben. Frühe Morgenstunden auf dem Rennrad, intensive Intervalltrainings, lange Grundlagenfahrten, Krafttraining und bewusste Regeneration gehörten genauso dazu wie Tage, an denen es schwerfiel oder das Wetter nicht mitspielte. Jede einzelne Trainingseinheit war ein weiterer Baustein auf dem Weg zur TORTOUR. Was mich dabei besonders fasziniert, ist die mentale Seite des Sports. Nach vielen Stunden im Sattel entscheiden nicht mehr nur die Beine. Ruhe bewahren, den Moment annehmen und Vertrauen in die eigene Vorbereitung haben – genau diese Fähigkeiten sind im Ausdauersport genauso entscheidend wie im Berufsleben oder im Alltag.

Je näher der Start rückt, desto grösser wird auch der Respekt vor dieser Herausforderung. Nicht, weil ich an meiner Vorbereitung zweifle, sondern weil 1000 Kilometer nonstop durch die Schweiz ein aussergewöhnliches Abenteuer sind. Genau darin liegt für mich aber auch der Reiz: Grossen Zielen mit Respekt zu begegnen und trotzdem den Mut zu haben, sie anzugehen. Die Werte, die mich im Training begleiten, sind dieselben, die wir auch im eurofit leben: Menschen begleiten, Potenziale fördern und langfristig denken. Ob jemand seine ersten 30 Minuten auf dem Ergometer absolviert, nach einer Verletzung wieder Vertrauen in den eigenen Körper gewinnt oder sich auf einen Marathon oder eine TORTOUR vorbereitet – entscheidend ist nicht die Distanz. Entscheidend ist der erste Schritt und die Bereitschaft, dranzubleiben.

In wenigen Tagen (14.08.2026) stehe ich an der Startlinie der TORTOUR. Ich freue mich auf dieses Abenteuer, auf die unvergesslichen Momente unterwegs, auf mein grossartiges Begleitteam und auf all das, was diese Reise mit sich bringen wird.

Ich fahre die TORTOUR nicht, um etwas zu beweisen. Ich fahre sie, weil grosse Ziele uns zeigen, was in uns steckt.